WINTERSONNWENDE
Mittwinter – nord. Julfest
Zeitpunkt: 21. Dezember, gegenüber der Sommersonnwende,
Workshop/Ritual am Rosenhof/Weitra, NÖ
Zeit: Freitag, 19. Dezember 2008, 17 - 23 Uhr
Inhalt: Das LICHT WIRD AUS DER DUNKELHEIT GEBOREN; Einlassen auf die Nacht der Dunkelheit, der inneren Geheimnisse. Dunkelheit = archaische Kraft des Ursprungs, der Wurzelkraft. In der Dunkelheit sitzt die größte Macht, aus der NEUES geboren werden kann. Zur Ruhe und in die Stille kommen: Was gibst du in den Kessel der Wandlung & was wünscht du dir für die neue Wende? Wunschritual - für sich selber, die Liebsten und die Natur, das Universum; Ursprünge der Weihnachtsbrauchtümer; mit Sigrid Bergmann;
Investition: Euro 65
Anmeldung: seminar-rosenhof@aon.at; www.seminar-rosenhof.at;
Workshop/Ritualfest in Wien (Sonnenfest-Jahresgruppe/Schnuppernacht :-))
Zeit: Nacht vom Samstag, 20.12., 19:19 Uhr – Sonntag, 21.12. 2008 - 11:11 Uhr;
Geplanter Ablauf: Kraft der Dunkelheit und unserer tiefsten Wünsche in einer Nachtwanderung erleben (max. 1 Stunde). Anschließend Vertiefung in den Fragen:
+ Wie kann ich dieser Kraft im Alltag begegnen?
+ Welche Aspekte in mir sind dunkel und undurchschaubar?
+ Wozu sind sie wichtig? Wie erlaube ich ihnen im Alltag zu leben?
+ Wie gelingt es zur Ruhe & in die Stille kommen trotz Weihnachtshektik?
Eine warme Suppe nährt uns, bevor wir Wissen über den Ursprung von Weihnachten, den Rauhnächte & anderer Bräuche austauschen, Geschichten von schwarzen Göttinnen hören, mit Liedern, Tänzen reflektieren, in die Ruhe und Stille kommen. Ein paar Stunden Schlaf sind vorgesehen (Schlafsack mitnehmen!), bevor wir morgens mit dem ersten Sonnenstrahl die Geburt des Lichts, den Beginn des Sommerhalbjahres, feiern. Ein gemeinsames Frühstück rundet die längste Nacht des Jahres ab.
Ritual: Ehrung von Dunkelheit und Feiern des neuen Funkens; Wunschritual,
Ort: Wien, wird noch bekannt gegeben
Investition: Euro 77 inkl. Mitternachtsuppe; ev. kulinarischer Frühstücksbeitrag
Ermäßigung: bei Gesamt-Überweisung für alle 4 Feste: Euro 277 (anstatt 308)
und für Personen mit niedrigem Einkommen, Student/innen: mind. Euro 55/Workshoptag - Selbsteinschätzung
Natur-Themen:
- Natur liegt starr und still – bewegungslos – fast versteinert - da
- längste Nacht und kürzester Tag; Tage werden ab morgen wieder länger – Wechsel vom abnehmenden zum zunehmenden Jahreslauf; in der Realität kaum spürbar, weil der astronomische Prozess eine gute Weile braucht, um auf der Erde sichtbar wirksam zu werden;
- in der Geburt eines göttlichen Kindes (wurde weltweit in allen alten Kulturen gefeiert) , in der Entzündung eines Lichtes (Kerzen am Weihnachtsbaum!), das den neuen Funken zeigt, wird diese WENDE in Symbolen, Mythen, ausgedrückt – und weiter getragen; die Geburt des Sonnengottes/Sonnengöttin passiert am 21.12. hoch oben bei den Sternen, dieses Ereignis braucht 3 Tage um auf die Welt zu kommen und in der Nacht am 24. Dez. = Mutternacht = wird’s „auf die Erde kommen“ gefeiert
- Eröffnungsnacht für die 12 Rauhnächte = besondere Orakelkraft
Persönliche Themen:
- Einlassen auf die Nacht der Dunkelheit, der inneren Geheimnisse; Dunkelheit = archaische Kraft des Ursprungs = Wurzelkraft; in der Dunkelheit sitzt die größte Macht – aus der NEUES geboren werden kann; Urkraft der freien Sexualität;
- Stille, Ruhe, Nichts tun, Schwere aushalten; und das langsame Erwachen spüren;
- die Fäden fürs neue Jahr werden im Kessel gesponnen – Einladung zum Mitwirken = Wunschrituale
- Feiern der Wiedergeburt des Lichtes aus dem Schoß der Dunkelheit;
- In den Megalithkulturen (Höhepunkt war vor 5000 Jahren) war es üblich sich zur Wintersonnwende in unterirdische Kulträume = Steintempel, Kulthöhlen, Schoss der Großen Göttin - zurückzuziehen (Newgrange in Irland, Tempeln auf Malta), wo nur durch einen kleinen, genau berechneten Spalt der erster Strahl der Wintersonnwende hineinfallen konnte – und dieser Strahl in der absoluten Dunkelheit überwältigend erlebt wurde; die Wende anzeigte; auf der Himmelscheibe von Nebra ist dieser exakte Kalender ebenfalls dargestellt;
Göttin:
- Fest der Verabschiedung der dunklen und Begrüßung der weißen Göttin;
- Tod und Wiedergeburt der Feuer/Sonnen/Lichtgöttin: Göttin Lucia = LUX = Licht; davon leitet sich auch Luzifer als Teufel, Herrscher der Unterwelt, Dunkelwelt ab)
- Lucia wird als Göttin noch im hohen Norden gefeiert: bei den Schweden Airlines sind die Stewardessen am 13. Dezember als Lucias verkleidet.
- Lucia hat 2 Gesichter: ein altes, das sich in ein junges verwandeln kann; weiters hat sie die Fähigkeit zur Versteinerung = Überlebensstrategie (vgl.Tiere!!)
- Wintersonnwende in Athen = Fest der 9 Wilden Frauen = Vergleich zu den Walküren = Wilde Jagd!
“ ……Du hast Dich hingegeben und jetzt spürst du, wie neues Leben in dir erwacht. Ganz langsam, vorsichtig, beginnst du dich zu recken, spürst, daß noch, wieder Leben in Dir ist. Ab heute, erst nur Minutenweise, wird das Licht länger. Die erste Ahnung des kommenden Jahres entsteht in Dir. Die längste Nacht des Jahres. Willst Du wieder aufwachen, dich erneut in der Spirale drehen? Alles beginnt nun von vorne und ist doch ganz neu. Tausend Pläne und Ideen wirbeln durch deinen Kopf. Vorbereiten auf das Kommende, sortieren, was du erwecken willst, gebären willst. Zünde das erste Licht an, wir feiern die Mutternacht. Die Nacht in der die Göttin sich aus sich selbst gebiert und zum göttlichen Kind wird, um das Leben neu zu befruchten. Luzia mit dem Lichterkranz kehrt bei uns ein und erleuchtet diese Nacht. Bald spannt die wilde Percht ihren Wagen an und jagt über die noch dunkle winterkalte Erde. Ihr reinigender Atem fegt alles hinweg, was nicht mehr hierhin gehört.
Ich bin lieber drin und beginne den Faden neu auf die Spindel zu legen und das Garn zu spinnen, aus dem das Gewand für das nächste Jahr werden soll. Das frische Grün der Tannenzweige im Haus ist Versprechen für das nächste Frühjahr. Der Julbock erinnert an die Kraft der Schlange an meinem Becken. Die große Lehrerin Saturn schreibt dir deine neue Lektion. Lass uns zusammensitzen, in der großen Gemeinschaft am Feuer, erzählen, spinnen, gut leben, uns stärken, lachen, tanzen. Lade die schwarzen Frauen ein zu unserem Fest und danke ihnen für den Schutz des langen Schlafes. Stell den Tieren und den Wesen draußen reichlich Essen und Trinken hin. Allerlei ist unterwegs in diesen Nächten und sucht seinen neuen Platz. Die Steinziege auf karstigen Felsen, keine Gefahr vor dem Abgrund…….“(
www.schamanca.de)